_05_DAKHLA PK 25 (19)
In einem Telefonat mit der Herstellerfirma erfahren wir, dass es schon konkrete Rückholpläne gibt, die derzeit noch mit der internationalen Spedition ausgetüftelt werden (Route, Zollabwicklung) und wir Genaues in den nächsten zwei, drei Tagen erfahren sollten. Das ist nach wie vor Plan A, wir sprechen auch über Plan B und Plan C, aber Plan A scheint aktuell umsetzbar zu sein, also fokussieren wir uns darauf.
Um beim Thema der Zollabwicklung mitzuhelfen, fahren zum Zollbüro in der Nähe des Flughafens, um Auskunft darüber zu bekommen, ob und wie es möglich ist, dass Gunther und der Unimog getrennt voneinander aus Marokko ausreisen. Ein Fahrzeug läuft nämlich bei der Einreise über eine temporäre Fahrzeugeinfuhr (D16-TER) auf einen Namen/Pass und wird bei Ausreise wieder aus dem System gelöscht. Damit will man illegale Fahrzeugimporte verhindern. Was sollen wir sagen? Allein der Besuch einer marokkanischen Behörde ist sehr interessant. Ein Mitarbeiter kann zum Glück ganz gut Englisch und erklärt uns das Vorgehen, auch wenn es etwas dauert, bis er unser Anliegen versteht. Was für ihn vor allem komisch ist, ist die Tatsache, dass wir uns nur erkundigen wollen. In Afrika hat man ein Problem und es wird direkt gelöst. Wir - typisch deutsch - wollen zuerst die Vorgangsweise abklären und fragen nach Formularen. Nein, Formular gibt es keines, wir sollen einfach auf einen Zettel eine Vollmacht ausstellen (dann kann das Fahrzeug ohne uns ausreisen) und am Flughafen-Zoll unsere Situation erklären. Da wir ungläubig dreinschauen, ruft er noch am Flughafen an und gibt dem 'Inspekteur' dort Bescheid, dass in undefinierter Zukunft zwei Deutsche auftauchen werden, die mit eingetragenem Fahrzeug ohne Fahrzeug ausreisen wollen. "You will have no problem." - Ok,... Keine Bestätigung, keine "Sicherheit", für uns heißt das am etwaigen Abflugtag darauf vertrauen, dass das schon gut gehen wird. Nach einer halben Stunde verlassen wir das Büro. Für mich ist wieder einmal eigenartig, dass immer mit Gunther gesprochen wird (und für den Zollbeamten war es sicher eigenartig, dass eine Frau Fragen stellt.) Dafür wurde mir sofort ein Sessel gebracht. :-D
Da wir von der Abholung des Unimogs bis zu unserem Rückflug wahrscheinlich ein paar Tage überbrücken müssen, trinken wir einen Kaffee auf der Terasse eines infrage kommenden Hotels, bevor wir wieder in die Camperkolonie PK25 zurückkehren.