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UNSER FAST IMMER SEHR AKTUELLES REISETAGEBUCH ZUM MITLESEN
written by Ines (PR-Redakteurin & Kommunikationsbeauftragte)
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2026_02

_07_bis_14_LA PALMA - Woche 3

Als wir beim neuen Ferienhaus ankommen, steckt der Schlüssel an der Tür - wir sind am Land und vor Einbrechern hat man in "El Jesus" anscheindend keine Angst. Wir sind begeistert von den Pflanzen im großzügig angelegten Garten und können ab sofort jeden Tag in der Sonne frühstücken. Von der Haustüre weg wandern wir über die "Barranco del Jurado" zur berühmten "Schmugglerbucht". Eigentlich heißt der Ort "Poris de Candelaria", ein kleines "Höhlendorf", das in eine etwa 50 Meter hohe, natürliche Felsöffnung an der Steilküste gebaut wurde. Die weiß-blauen Häuschen wurden vor über 100 Jahren von Einheimischen errichtet und dienen heute als Wochenend- und Sommerresidenzen, derzeit wohnen nur ein paar Katzen dort. Der Heimweg ist richtig anstrengend, der Sundowner schmeckt mit 1000 hm in den Beinen besonders gut und die nächsten beiden Tage erholen wir uns am Pool. Die nächste und letzte Bergtour führt uns auf den "Roque de los Muchachos", mit 2426m der höchste Berg La Palmas. Einsam ist nur der Wanderweg dorthin, denn kurz vor dem Gipfel trifft man auf die gut ausgebaute Straße. Astronomiefreunden ist der Berg wahrscheinlich bekannt, denn es gibt dort über ein Duzend Anlagen zur Beobachtung des Universums, wie zB das GranReCan (das größte optische Spiegelteleskop der Welt) oder die MAGIC-Teleskope (fangen Blitze ein, die entstehen, wenn Gammastrahlung aus Schwarzen Löchern auf die Erdatmosphäre treffen). Das "Gesetz zum Schutz der astronomischen Qualität" auf La Palma sorgt dafür, dass die Lichtverschmutzung minimal gehalten wird. Auf die Bergtour folgt natürlich wieder ein Erholungstag, und abends gehen wir in die nächstgelegene Kneipe (250hm), eine sehr nette Craftbeer Brauerei ("Isla Verde") mit toller regionaler Küche. Am Weg zum Flughafen lässt uns die grüne Insel, wie sie zurecht genannt wird, noch den Wolkenwasserfall bestaunen, ein Phänomen, das entsteht, wenn feuchte Passatwolken an den Gebirgskämmen der Cumbre Nueva hängen bleiben und beim Übertreten der Gipfelkante wie eine kaskadierende, sich im Lee wieder auflösende Wasserfall-Wand in das Tal hinabstürzen.
Nach drei Wochen mit ca. 5000 gegangenen Höhenmetern, mind. 60 gegessenen Bananen und gefühlt 700 000 gefahrenen Kurven sagen wir MUCHAS GRACIAS La Palma, du bist wirklich "La Isla Bonita"!




2026_01/02

_31_bis_07_LA PALMA - Woche 2

Der jüngste Vulkan heißt Tajogaite und ist erst 5 Jahre alt. Das Gebiet ist für Wanderer gesperrt, aber mit einem autorisierten Guide kann man eine Rundwanderung machen, in der man sehr nahe an den Krater herangeführt wird, während ringsherum noch immer dampfendes Wasser aus dem Boden aufsteigt. Die Landschaft ist mit pechschwarzem Sand bedeckt, aber die Natur wird sie sich mit der Kiefer als Pionierpflanze Stück für Stück zurückerobern. Einen völligen Kontrast dazu bieten die Lobeerwälder im Nordosten der Insel. In der "Barranco de la Galga" wandert man zwischen mannshohem Farn durch einen grünen Dschungel. Von unserem Ferienhaus in Las Indias aus ist der nächstgelegene Strand der "Playa La Zamora Chica", sehr zu empfehlen ist auch der dortige Kiosko, wo man fangfrischen Fisch essen kann. In Santa Cruz ist das schönste Cafe laut Einheimischen das "Don Manuel", man bekommt dort auch einen wunderbaren Cafe con leche und noch wunderbarere hausgemachte Torten. Zum Kalorien verbrennen eignet sich perfekt eine Wanderung auf der "Ruta de los vulcanes", in die wir dieses Mal von El Pilar aus einsteigen. Auf dem Krater des "Deseada" (1947m) treffen wir das Kolkraben Pärchen wieder. Am 7. Februar feiern wir unseren 5. Jahrestag ganz entspannt am Playa Arenas Blancas (wer genau schaut, sieht den weißen Sand :-D) und ziehen am Abend nach zwei Wochen an der Südspitze in ein neues Ferienhaus im Nortwesten der Insel um.




2026_01

_24_bis_31_LA PALMA - Woche 1

"La isla bonita" ist besonders grün und die Siedlung "Las Indias", wo wir wohnen, sehr beschaulich und ruhig. Bereits die erste Wanderung von unserem Ferienhaus zum Vulkan Teneguia (Ausbruch 1971) ist beeindruckend! An der Südspitze besuchen wir die "Salinas de Fuencaliente" und auf dem Weg dahin ergibt sich eine Bergeaktion, da eine Familie aus Barcelona mit dem Mietauto eine hohe Abbruchkante hinuntergefahren war. Offroad-Lehrbuch mäßig bauen wir eine Rampe aus Steinen. Über den Salinen liegt der San Antonio Vulkan, er ist 300 Jahre alt und hat einen riesigen Krater. Wir informieren uns im dazugehörigen Museum über den Vulkanismus auf den Kanaren und erfahren, dass La Palma als eine der jüngsten Inseln geologisch gesehen erst im Aufbau ist. Es ist ist nicht die Frage ob, sondern wo und wann der nächste Vulkan ausbrechen wird. Im Norden der Insel betreiben Bernadette und Uwe aus Deutschland die "Hacienda sobre los nubes", wir machen einen wunderschönen Ausritt in den Bergen über den Wolken. Santa Cruz de la Palma ist eine sehr gemütliche Hauptstadt, ideal zum Bummeln und Kaffee trinken, natürlich schauen wir uns auch die schönen Holzbalkone an der Avenida Maritima an. In Begleitung zweier auf Rucksackplünderungen spezialisierten Kolkraben wandern wir auf der "Ruta de los Volcanes" zum Vulkan Martin, von wo aus wir einen tolle Sicht über das Nebel- und Wolkenmeer haben, das in dieser ersten Woche fast jeden Tag die Insel umgibt. Unser Ferienhaus liegt leider meistens genau in der Nebelzone, weshalb wir die wunderbare Terrasse immer nur kurzzeitig nutzen können.




2026_01

_17_bis_24_GRAN CANARIA

Wir beziehen ein nettes Apartment in El Cercado, gelegen zwischen Playa de Mogan und Mogan im Südwesten der Insel. Als wir an den Touristenzentren Maspaolmas und Puerto Rico mit ihren Bettenburgen vorbeifahren, vergeht uns kurz die Lust auf Gran Canaria, aber am nächsten Tag steigen wir von der Haustür aus die Ruta 3 bis zur "Degollada de las Lapas" hinauf und uns ist sofort klar: es sind die Berge, für die es sich hier zu sein lohnt. Natürlich sind wir wieder "on wheels" - dieses Mal Renault Clio (den hatte ich ja früher mal einige Jahre, allerdings hätte ich ihn nicht mehr wiedererkannt). Wir umrunden die Insel einmal im Uhrzeigensinn, um festzustellen, dass sie sicher einmal wunderschön war, bevor man jede Möglichkeit genutzt hat sie zuzupflastern. Vorbei an hunderten Rennradfahrern fahren wir in die Inselmitte und machen dort eine wunderschöne Rundtour zum "Pico de las nieves" und den "Roque nueblo". Richtig abenteuerlich wird die anschließende Rückfahrt, denn GoogleMaps schickt uns auf einer Straße nach Mogan, die sich nach den ersten Kilometern plötzlich in eine unbefestigte Forststraße durch den Wald mit atemberaubenden Abhängen ohne Leitplanken wandelt. Nach einem Ruhetag wandern wir zum Abschluss noch zu den "Los Azulejos", einer in vielen Farbschattierungen leuchtenden Felswand, deren Farbgebung das Ergebnis der Erosion und diverser Einlagerungen von Eisenhydrat, -oxid bis Basalt und Schwefel ist. Nach einer Woche verlassen wir Gran Canaria, das für uns in Summe zu overcrowded ist, auch wenn es für eine Woche sehr ok war. Auf La Palma hoffen wir auf mehr Ruhe und Ursprünglichkeit.




2026_01

_14_bis_17_EVASION DAKHLA PK 27

Der Unimog macht sich ohne uns auf den Weg zurück nach Deutschland und wir überbrücken die Tage bis zu unserem Rückflug im Hotel 'Evasion'. Ein letztes Mal besuchen wir unsere Lieblingsplätze auf der Halbinsel und gehen abends mit Marcus und Jasmin zum Public Viewing des Africa Cup Spiels Marokko gegen Nigeria. Marokko schafft im Elfmeter Schießen den Einzug ins Finale und Dakhla steht Kopf. Ich verbringe den Donnerstag Nachmittag auf der 'Ranch des Dunes' und mache mit Guide Abdelhak auf dem wundervollen 'Itri' einen Ausritt durch die Dünenlandschaft an die Atlantikküste. Roberto - mittlerweile aus Mauretanien zurück - besucht uns zum Kaffee auf der Hotel Terrasse, wir gehen noch einmal zum Verabschieden zum PK 25 und dann steigen wir nach einem ganzen Monat in den Flieger nach Gran Canaria.




2026_01

_13_DAKHLA PK 27

Den halben Tag sind wir mit Aus- und Umräumen, putzen usw. beschäftigt, damit das Fahrzeug zur Übergabe bereit ist. Am frühen Nachmittag trifft das Reparaturteam aus Deutschland ein und beginnt direkt mit den Stabilisierungsmaßnahmen am Zwischenrahmen. Wir fahren mit den Übergabedokumenten zum Zoll am Flughafen, um noch einmal nachzufragen und Sicherheit darüber zu erlangen, dass wir ohne Fahrzeug ausreisen können. Dazu muss noch eine Kleinigkeit in der Vollmacht geändert werden, aber damit sollte es am Samstag klappen. Der Wechsel ins Hotel fällt uns nicht leicht, was für Nicht-Camper vielleicht gar nicht nachvollziehbar ist. Bei einem Sundowner mit den Nachbarn aus Deutschlandsberg verabschieden wir uns nach fast vier Wochen vom PK 25.




2026_01

_12_DAKHLA PK 25 (26)

Das mit den Koffern hat nur auf den ersten Blick gut geklappt. Auf den zweiten sehen wir, dass einer bereits ein Loch hat und der andere einen abgerissenen Griff an der Seite. Also nochmal in die Stadt, Reklamation, - kein Problem, einfach umgetauscht. Statt Rechnung gilt hier Handschlag. This ist Africa. Der resliche Tag steht im Zeichen des Auszugs aus unserem Schneckenhaus und der Planung der ersten Woche auf Gran Canaria. Irgendwelche Tipps?




2026_01

_11_DAKHLA PK 25 (25)

Wir fahren ins Hotel Evasion und buchen dort 4 Nächte ab Dienstag. Anschließend kaufen wir am Souk zwei Koffer und gehen ins nächte Café, wo uns ein Schwizerdütsch sprechenden Marokkaner bedient. Er erzählt uns von seiner Zeit als Koch in der Schweiz und schwärmt von Österreich, Schweiz und Deutschland, zählt auf, wo er schon überall war und meint, das sei das "Triangle of beauty" für ihn. :-) Wir bringen die Wäsche noch in die Wäscherei und fahren zurück zum PK 25. Mit gemischten Gefühlen fangen wir an, umzuräumen und das, was wir für die Weiterreise brauchen zusammenzusuchen.

Mir kommen die Reiseführer, Offroadbücher und Karten von Mauretanien und Senegal unter, die Malariaprophylaxe Tabletten , die Geschenke und bayrischen Mitbringsel für Yasser und seine Familie, die wir auf der Rückreise gerne in Casablanca besucht hätten. Gecancelt - genauso der Besuch von Gunthers Töchtern im März in Agadir und die Tour im östlichen Marokko mit den Geländewagenfreunden im April. Es tut weh, wenn man die Vorbereitungen für ein halbes Jahr Reise mit einem Mal in die Tonne treten muss.
Gunther liegt unterdessen unter dem LKW und schmiert die Kreuzgelenke und Achsen, überprüft die Vorgelege und füllt Motoröl nach. Er hat mehrere Monate damit verbracht, das Fahrzeug auf die anspruchsvolle Tour vorzubereiten und etwa 20.000 Euro investiert, damit der Unimog im Gelände verlässlich und technisch einwandfrei läuft - und das tut er. Darum ist es auch umso bitterer, dass die Fehlkonstruktion des Zwischenrahmens uns nun so einen Strich durch die Reisepläne macht. Alles fühlt sich heute nach Abschied an.




2026_01

_10_DAKHLA PK 25 (24)

Eigentlich sollten wir uns um die Angelegenheiten unserer Rückreise ohne Camper kümmern, aber irgendwie haben wir einen inneren Widerstand, verschieben das Ganze auf morgen und fahren an den Toni-Strand. Als wäre sie eine kleine Seelentrösterin, gesellt sich die kleine Hündin zu uns und verbringt mit uns den Nachmittag.




2026_01

_09_DAKHLA PK 25 (23)

Der Rückholplan wird immer konkreter und sieht Stand heute so aus: Der Chef der Herstellerfirma und ein Kollege kommen per Flieger mit Reparaturmaterial am Dienstag zu uns, sie stabilisieren den Zwischenrahmen und übernehmen den Unimog per Vollmacht in ihre Verantwortung, um ihn auf schnellstem Weg nach Deutschland zu bringen. Eigentlich wäre es uns lieber gewesen nach den Maßnahmen selbst (natürlich nur mehr auf Straße) nach Hause zu fahren, aber man will uns frühestmöglich aus dieser unangenehmen Situation entlassen und sicher gehen, dass wir keine weiteren Probleme mehr mit dem instabilen Aufbau haben. Wir halten das mittlerweile auch für die sauberste Lösung und werden nach der Übergabe in ein Hotel wechseln bis zu unserem Flug am 17.1. nach Gran Canaria. Für die Ausreise ohne Fahrzeug aus Marokko drückt uns die Daumen!

Seit unserem Breakdown stehen wir mit der Herstellerfima grundsätzlich in einem guten Austausch zur Lösung der misslichen Lage. Kosten für Hotel und Flug, sowie eventuelle Verluste (wir können vielleicht die große Heckstaubox und ihren Inhalt nicht mehr mitführen) werden ersetzt. Man ist sehr bemüht den Konstruktionsfehler in weiterer Folge wieder gut zu machen. Wie eine für beide Seiten akzeptable Lösung hier aussehen kann, ist jedoch noch völlig offen. Erst nach Begutachtung des Schadens (vor allem auch der Kabine) durch einen Sachverständigen können diesbezüglich die nachfolgenden Schritte gegangen werden.





2026_01

_08_DAKHLA PK 25 (22)

Das Fischerdorf N'Tireft liegt ca. 40 km nörlich von unserem Standort und ist einer der wichtigsten handwerklichen Fischereistandorte der Region. Viele Fischer leben dort während der Fangsaison (Jan-März/Juli-Sept) in provisorischen Unterkünften. Sie nutzen blaue Pirogen, um vor allem Tintenfische, aber auch Edelfische wie Wolfsbarsche, Doraden, etc. zu fangen, die mit Traktoren ins und aus dem Wasser gezogen werden - ein beeindruckendes Schauspiel! Der Oktopus von hier ist übrigens so hochwertig, dass er in die ganze Welt exportiert wird, oft unter dem Label 'Dakhla Octopus'.

Es gibt Neuigkeiten: In einem Telefonat mit der Herstellerfirma unseres Exmos haben wir heute erfahren, dass aus Plan A (Huckepack-Bergung per Tieflader) nichts wird. Also tritt nun Plan B in Kraft, der so aussehen wird, dass am Dienstag ein 2-Mann-Reparatur-Team inkl. Material nach Dakhla geflogen kommt, das den Zwischenrahmen so verstärkt, dass das Fahrzeug wieder fahrtüchtig wird.

Bild Nummer drei zeigt einen denkwürdigen Moment: das letzte Bier. Vorrat aufgebraucht.




2026_01

_07_DAKHLA PK 25 (21)

Der Wind ist heute noch stärker geworden und wir schaukel in unserem knaxenden Tinystrandhaus durch den halben Tag. Wenn man gar nicht draußen sitzen kann, wird es auf dem kleinen Raum für zwei Menschen nicht bester Stimmung sind schon manchmal eng. Wir telefonieren wieder mit der Herstellerfirma, nur gibt es leider keine neuen Infos. Am Nachmittag brechen wir dann gemeinsam mit Marcus und Jasmin in die Stadt auf, erledigen ein paar Einkäufe, verlängern das Mietauto und essen in einem Burgerladen. Veggieburger gibt es dort seit heute, denn er wird für uns direkt erfunden - mit Double-Egg-Filling.




2026_01

_06_DAKHLA PK 25 (20)

Heute ist nicht viel passiert, es gibt einfach so Tage, da ist man irgendwie unmotiviert. Der Wind ist zurückgekehrt, was die Surfer freut. Ich unterhalte mich ein bisschen mit den Strandhunden, die hier ein superentspanntes Leben führen. Regelmäßig kommt ein Auto und lädt Küchenreste (nehme an von einem Hotel) für die Hunde an zwei Stellen ab. Dann kann man die Rangordnung beobachten. Neben uns parken sich Robert und Caroline aus München mit ihrem Steyr ein, sie sind auf dem Weg nach Mauretanien. Die Erfahrung Zwischenrahmenbruch haben sie auch schon hinter sich, wir quatschen bis zum Sonnenuntergang.




2026_01

_05_DAKHLA PK 25 (19)

In einem Telefonat mit der Herstellerfirma erfahren wir, dass es schon konkrete Rückholpläne gibt, die derzeit noch mit der internationalen Spedition ausgetüftelt werden (Route, Zollabwicklung) und wir Genaues in den nächsten zwei, drei Tagen erfahren sollten. Das ist nach wie vor Plan A, wir sprechen auch über Plan B und Plan C, aber Plan A scheint aktuell umsetzbar zu sein, also fokussieren wir uns darauf.

Um beim Thema der Zollabwicklung mitzuhelfen, fahren zum Zollbüro in der Nähe des Flughafens, um Auskunft darüber zu bekommen, ob und wie es möglich ist, dass Gunther und der Unimog getrennt voneinander aus Marokko ausreisen. Ein Fahrzeug läuft nämlich bei der Einreise über eine temporäre Fahrzeugeinfuhr (D16-TER) auf einen Namen/Pass und wird bei Ausreise wieder aus dem System gelöscht. Damit will man illegale Fahrzeugimporte verhindern. Was sollen wir sagen? Allein der Besuch einer marokkanischen Behörde ist sehr interessant. Ein Mitarbeiter kann zum Glück ganz gut Englisch und erklärt uns das Vorgehen, auch wenn es etwas dauert, bis er unser Anliegen versteht. Was für ihn vor allem komisch ist, ist die Tatsache, dass wir uns nur erkundigen wollen. In Afrika hat man ein Problem und es wird direkt gelöst. Wir - typisch deutsch - wollen zuerst die Vorgangsweise abklären und fragen nach Formularen. Nein, Formular gibt es keines, wir sollen einfach auf einen Zettel eine Vollmacht ausstellen (dann kann das Fahrzeug ohne uns ausreisen) und am Flughafen-Zoll unsere Situation erklären. Da wir ungläubig dreinschauen, ruft er noch am Flughafen an und gibt dem 'Inspekteur' dort Bescheid, dass in undefinierter Zukunft zwei Deutsche auftauchen werden, die mit eingetragenem Fahrzeug ohne Fahrzeug ausreisen wollen. "You will have no problem." - Ok,... Keine Bestätigung, keine "Sicherheit", für uns heißt das am etwaigen Abflugtag darauf vertrauen, dass das schon gut gehen wird. Nach einer halben Stunde verlassen wir das Büro. Für mich ist wieder einmal eigenartig, dass immer mit Gunther gesprochen wird (und für den Zollbeamten war es sicher eigenartig, dass eine Frau Fragen stellt.) Dafür wurde mir sofort ein Sessel gebracht. :-D

Da wir von der Abholung des Unimogs bis zu unserem Rückflug wahrscheinlich ein paar Tage überbrücken müssen, trinken wir einen Kaffee auf der Terasse eines infrage kommenden Hotels, bevor wir wieder in die Camperkolonie PK25 zurückkehren.




2026_01

_04_DAKHLA PK 25 (18)

Wir nutzen den etwas bewölkten Tag für einen Ausflug und fahren noch einmal in die Sabkhat von Imili. Diese Mal nehmen wir uns länger Zeit für eine Wanderung durch die Senke mit den vielen kleinen Salzwassertümpeln - an die 160 sollen es angeblich sein.
Der 'Wendekreis des Krebses' ist ein sehr unspektakulärer Ort, aber da es nur ein kleiner Abstecher ist, besuchen wir den Breitengrad 23,5° Nord (Nördlicher Wendekreis) – den exakten Punkt, an dem die Sonne zur Sommersonnenwende senkrecht über einem steht und Schatten für einen Moment verschwinden lässt. Hier beginnt für Reisende offiziell die tropische Zone, leider nicht für uns.
Wir fahren weiter zum 'Porto Rico Beach', eine wunderschön gelegene, halbmondförmige Bucht. Doch so spektakulär die Naturkulisse aus Wüstenklippen und Ozean theoretisch ist, so deutlich zeigen sich hier die ökologischen Probleme: Große Mengen an angeschwemmtem Plastikmüll trüben das Bild des vermeintlichen Paradieses erheblich.




2026_01

_03_DAKHLA PK 25 (17)

Es steht wieder einmal ein Ausflug nach Dakhla an, denn unsere Wäsche muss aus der Wäscherei abgeholt werden. Vorher machen wir noch einen Abstecher an die Atlantikküste zum nicht sehr hübschen Leuchtturm, dafür ist der Spaziergang am Strand ganz schön (wenn man wie so oft in Marokko den Müll ausblendet). In Dakhla City machten wir wieder neue Entdeckungen: es gibt tatsächlich einen Hinterhof-Liquor-Store und dort, wo sich die Innenstadt Hotels befinden, eine Mode Shopping-Meile. Wobei Damenmode-Shopping hier so läuft: Man kauft eine 4-5 Meter lange Stoffbahn und wickelt sie kunstvoll um den Körper und am Ende über den Kopf - traditionelle Sahraui Frauen tragen eine Melhfa. Wir finden es sehr angenehm, dass uns hier alle in Ruhe schauen lassen. Es gibt keine Shops extra für Touristen und keine aufdringlichen Händler.




2026_01

_02_DAKHLA PK 25 (16)

PK 25 ist derzeit richtig voll, Kitsurfer aus aller Welt surfen hier in der Lagune, jedes Hotel bietet Kurse und Leihausrüstungen an. Am Strand ist viel los, aber mit unserem Jimny können wir an den einsamen Toni-Beach flüchten.




2026_01

_01_DAKHLA PK 25 (15)

Die Dracheninsel (Ile du Dragon) ist eines der bekanntesten Wahrzeichen von Dakhla. Sie liegt mitten in der Lagune und verdankt ihren Namen der markanten Form, die aus der Ferne an einen liegenden Drachen erinnert. Vom PK 25 kann man bei Ebbe hinwandern, was wir am Neujahrstag zum "Auslüften" gemacht haben. Very happy 2026!




2025_12

_31_DAKHLA PK 25 (14)

Mit der Hilfe einiger Locals finden wir doch noch eine Möglichkeit Holz zu bekommen. Den Jahreswechsel feiern wir am Toni-Beach mit natürlich Toni, Nabu und Wolfgang & Sandra - die beiden sind Tonis Mitreisenden an unserer Stelle und für sie geht es morgen weiter nach Mauretanien. Dieser Abend ist auch unser Abschiedsabend und es schmerzt schon ganz schön, dass wir in dieser netten Runde nicht weiterreisen können.

Lieber Toni, wir sind dankbar für die Zeit, in der wir miteinander unterwegs waren. Wir haben viel gelernt - nicht nur über die Schweiz(er) - und viele interessante Gespräche geführt. Danke für die schönen Strecken und Gegenden, die du uns gezeigt hast und danke fürs Dasein, als wir nicht mehr fahrtüchtig waren. Habt eine tolle Zeit in Mauretanien!




2025_12

_30_DAKHLA PK 25 (13)

Die Wasserversorgung hier am Platz ist eine schwefelhaltige Quelle, die unheimlich nach faulen Eiern riecht. Wir lassen das Wasser ein paar Tage "ausrauchen" und verwenden es zumindest zum Abwaschen, Trink- und Duschwasser für unseren Tank kaufen wir in der Stadt. Wir bringen heute unsere Wäsche in die Wäscherei und suchen anschließend erfolglos einen Verkauf von Feuerholz für den morgigen Silvesterabend.

Vom Rücktransport gibt es nicht wirklich etwas Neues, nur so viel: Es gibt einen konkreten Kontakt mit einer Spedition, die die Machbarkeit derzeit prüft.




2025_12

_29_DAKHLA PK 25 (12)

Sedati, ein Sahraui, ist hier der "Platzwart", allerdings haben wir unterschiedliche Informationen von Langzeitcampern und Gendarmen darüber, ob es ihm erlaubt ist, hier Geld zu verlangen oder nicht. Manche zahlen nichts, was Sedatis tägliche Schimpftiraden zur Folge hat. Irgendwie kommt es uns so vor, als wäre das eine Art Miniatur "Westsahara-Konflikt". Da es nicht so aussieht, wie wenn wir hier schnell wegkommen würden, wollen wir zumindest unseren Preis pro Nacht neu verhandeln. Der Holländer "Roberto" fungiert als Übersetzer und bei einem Tee sprechen wir mit Sedati in seinem Zelt und finden einen Kompromiss. Den restlichen Nachmittag verbringen wir in netter 5er-Runde am Toni-Beach.




2025_12

_28_DAKHLA PK 25 (11)

Unsere Energiereserven schwinden, leider scheitert der Versuch, dass wir Tonis Batterien anzapfen, da sich ein Relais bei ihm verabschiedet. Also ist Essen gehen statt kochen angesagt und wir fahren spontan mit Markus und Jasmin, unseren neuen Nachbarn, in die Stadt zum Pizzaessen. Dort treffen wir auch nochmal Toni und Sandra & Wolfgang - sie sind quasi unser "Ersatz" und fahren mit Toni nach Mauretanien weiter.




2025_12

_27_DAKHLA PK 25 (10)

Die Tage vergehen, ohne das viel passiert. Gunther fährt zu Toni an den Strand, der bereits seine Weiterreise geplant hat, ich lese. Wenn zwei Menschen - gestresst durch die aktuelle Situation - 24/7 auf 8m2 gemeinsam verbringen, tut es gut, einmal für sich alleine zu sein. Abends kochen wir - ein immer seltener werdendes Ereignis, denn wir müssen Strom sparen. Unser Energiekonzept ist darauf ausgelegt, dass wir nach ein paar Tagen (spätestens nach einer Woche bei diesem Sonnenstand) weiterfahren. Im Moment wird der Ladezustand unserer Batterien sukzessive weniger.

Wir erhalten von der Herstellerfirma die Information, dass es bereits einen Kontakt mit einer internationalen Spedition gibt, die auf Afrika-Logistik spezialisiert ist. Man hofft, dass dort in den nächsten Tagen das Büro besetzt ist und die Anfrage beantwortet wird.




2025_12

_26_DAKHLA PK 25 (9)

150 Dirham kostet der Eintritt nach Dakhla, wenn man auf der 6-spurigen Stadteinfahrt 18km/h zu schnell fährt. Wir erledigen ein paar Einkäufe und essen Pizza mit Blick auf das Public Viewing des Africa Cups, der aktuell in Marokko stattfindet. Heute spielen die Gastgeber gegen Mali 1 : 1.




2025_12

_25_DAKHLA PK 25 (8)

Wir machen einen Mietauto-Ausflug in die 'Sebkha von Imlili' - einer geologischen Senke in der Westsahara mit über 160 permanent mit Salzwasser gefüllten Becken. In diesen isolierten Gewässern existiert eine Reliktpopulation der Fischart 'Tilapia guineensis' (die berühmten Knabberfische), die seit der letzten Feuchtperiode der Sahara vor mehreren tausend Jahren von anderen Wassersystemen abgeschnitten ist. Das Ökosystem wird durch fossiles Grundwasser gespeist, welches aufgrund der topographischen Lage an die Oberfläche tritt und trotz der extremen Verdunstungsrate ein dauerhaftes Überleben dieser Arten in der Wüste ermöglicht. Ein wunderschönes Naturphänomen, das die Geschichte einer einst grünen Sahara erzählt. Nach einem Picknick in den Dünen absolviere ich meine erste Lektion im Sandfahren.




2025_12

_24_DAKHLA PK 25 (7)

Anstatt eines Weihnachtsbaumes besorgen Gunther und Toni in der Stadt einen tannennadelgrünen Jimney - damit sind wir ab sofort wieder mobil. Wir verbringen einen netten Nachmittag mit Plaudereien am Platz und den Heiligen Abend im Restaurant des Hotels nebenan. Frohe Weihnachten!




2025_12

_23_DAKHLA PK 25 (6)

Heute ist nicht viel passiert, es war den ganzen Tag sehr windig, mehr als sonst. Im Hotel gegenüber haben wir gehofft ein Mietauto buchen zu können, was nicht möglich war, man kann auch nicht öffentlich in die 25km entfernte Stadt fahren, um eines zu mieten, also Plan verschoben. Eine Diskussion mit dem "Platzwart" wegen der Standgebühr (wobei wir uns wirklich fragen, wofür wir hier zahlen, denn es gibt keinen Service außer Mülltonnen und die sind öffentlich), ein Spaziergang bei Windstärke 6, danach ein nicht sehr aufhellendes Telefonat mit der Herstellerfirma, die zwar Rücktransporte angefragt, aber noch keinerlei Informationen bekommen hat. An manchen Tagen lässt sich Scheiße einfach nicht in Gold verwandeln. Ich zeige euch einmal ein paar Bilder von dem schönen Campingplatz, wo man sich vor allem fragt, warum der Betreiber eigentlich die wirklich zahlreichen Mülltonnen nicht benutzt. Würde er den ganzen Mist wegräumen, hätte er locker 3 Stellplätze mehr.




2025_12

_22_DAKHLA PK 25 (5)

Wir müssen dringend mal raus aus der Kabine, in der wir den Großteil der letzten 3 Tage verbracht haben. Hier hat es zwar tagsüber 20 Grad, aber es weht auch durchgehend ein kräftiger Wind aus Nordost, der alle Aktivitäten draußen ungemütlich macht. Außer man wäre Kitesurfer oder Wingfoiler, für die ist das hier ein Paradies, weshalb es hier auch viele Kitesurf-Hotels gibt. Mit den Rädern machen wir uns auf den Weg zu Toni und Nabu an den Strand. Eigentlich sind es nur 36 km, aber wenn der Untergrund zur Hälfte weicher Sand ist und man gegen 35km/h Wind fährt, kann man das durchaus als Sport bezeichnen. Fix und fertig kommen wir (nein ich) abends wieder am PK 25 an.

Vom Rücktransport gibt es keine neuen Informationen. Die Herstellerfirma denkt in alle Richtungen und wir bekommen Zeichnungen und Vorschläge für Verstärkungen der Zwischenrahmenkonstruktion. Wie schwierig es für uns hier ist, präzise Teile aus Stahl heranzuschaffen, kann man sich in Deutschland kaum vorstellen. Selbst wenn wir diese besorgen könnten, ist es damit nicht getan. Vom Unimog müsste die große Heckstaubox abgenommen werden (Gabelstapler ist hier keiner vor Ort) und dazu müssten mehrere Komponenten im Heckbereich (zB seitliche Stauboxen) teilweise demontiert werden. Das Lösen der Schrauben sehen wir nicht als zielführend, da wir vermuten, dass in diesem Bereich die Kabine noch am besten gehalten wird, während sie an den vorderen Montagepunkten bereits locker sitzt. Da die gesamte Konstruktion unter Spannung steht, ist es fraglich, ob wir das ganze danach wieder zusammenbauen könnten. Bis zu den Werkstätten sind es 30km, wir haben keine Möglichkeit einfach mal schnell in die Stadt zu fahren. Was sie dort sicher gut können, ist Schweißen. Dazu müsste aber wegen der Brandgefahr die GFK-Kabine vom Rahmen abgenommen werden, was wiederum der Hersteller untersagt. Ein Großteil jener Schrauben, die die Kabine auf dem Rahmen fixieren, ist nicht ohne Demontage der verklebten Möbel zugänglich. Davon abgesehen wäre eine Schweißer-Reparatur a la Afrika (und das würde sicher halten!) ein massiver Eingriff in das Gefüge von Zwischenrahmen und Kabine und würde das Schadensbild für eine etwaige Schadensbegutachtung verändern.




2025_12

_21_DAKHLA PK 25 (4)

Toni, der mit Nabu verständlicher Weise auf einem weniger geschäftigen Platz steht, kommt pünktlich nach dem Frühstück, um mit Gunther nocheinmal zum Schlosser zu fahren, denn erstens muss der Kragarm nach der ersten "Anprobe" noch einmal überarbeitet werden und zweitens sollen Verstärkungen in den Rahmen eingeführt und verschraubt werden. Um die Maße dafür zu nehmen geht Gunther noch einmal unter den Unimog und entdeckt dabei zwei weitere massive Rahmenbrüche, welche hinter Blenden versteckt sind. Von der Position her liegen sie im Bereich hinter der Hauptaufnahme zum Unimograhmen. Das ist für uns der Punkt an dem wir sagen: Wir sehen uns nicht in der Lage das Fahrzeug ohne Schweißarbeiten fahrtüchtig zu bekommen. (Zur Erinnerung: Gewährleistung/keine Schweißarbeiten unter der GFK-Kabine). Die Herstellerfirma wird einen Rücktransport übernehmen müssen, diesbezüglich sind wir in Kontakt, aber drei Tage vor Weihnachten ist ein denkbar schlechter Zeitpunkt für die Organisation eines solchen Unterfangens.




2025_12

_20_DAKHLA PK 25 (3)

Wir verabschieden uns von Roberto & Philippe (und seiner Tochter Emilie, die aus Californien eingeflogen ist, um mit ihrem Dad diese Reise zu machen), die nach Mauretanien aufbrechen und befassen uns weiter mit unserer Misere.

Gunther und Toni entwerfen einen Plan zur Stabilisation der Kabine. Es geht jetzt nur mehr darum so weit zu kommen, dass wir auf eigener Achse nach Hause fahren können, ohne den Schaden noch zu vergrößern. Ziel ist es, in einem ersten Schritt die Kabine auf der Hecktraverse des Unimogs so abzustützen, dass sie möglichst spannungsfrei auf dem gebrochenen Rahmen liegt. In Dakhla findet sich ein Schlosser, der einen Kragarm schweißen kann, welcher an der originalen Aufnahme für die Zugöse zu verschrauben ist. Herausfordernd ist dabei vor allem die Kommunikation - ohne Tonis Französischkenntnisse wären wir komplett aufgeschmissen, auch in der Schlosserei gibt es nur einen einzigen Arbeiter, der ein paar Brocken Französisch spricht. Mit Hilfe der Skizzen und verschiedenen Screenshots und natürlich Händen und Füßen kann das Anliegen jedoch ganz gut vermittelt werden und die Männer kehren in den Abendstunden mit dem Ergebnis zurück.

PS to Roberto & Phillippe (and of course Roberto 2 and Fabio, who had to go back to Italy by plane): It was so lovely to meet you and we would have loved to spend more time with you great guys in Mauretania. Have a wonderful time - hopefully with less wind) and amazing experiences!




2025_12

_19_DAKHLA PK 25 (2)

Um den mehrfach gebrochenen Zwischenrahmen ordentlich zu reparieren, müsste die GFK-Wohnkabine hochgehoben werden, was hier in Dakhla niemand fachgerecht bewerkstelligen kann. Die Herstellerfirma (wir haben beides - Unimog und Kabine aus einer Hand gekauft) möchte nicht, dass unter der Kabine am schlecht zugänglichen Zwischenrahmen vor Ort geschweißt wird. Telefonisch versuchen wir mit ihnen einen Plan zu entwickeln. Die Idee, von Deutschland aus maßgefertigte Teile für eine Stabilisation nach Dakhla zu schicken, lässt sich nicht umsetzen, da wir von einigen anderen Reisenden wissen, dass Teile aus Europa wochenlang im Zoll hängenbleiben und von uns persönlich in Casablanca (1600km weit weg) oder Marrakech (1400km) abgeholt werden müssten. Wir brauchen eine Lösung, die mit den Mitteln vor Ort umgesetzt werden kann, aber heute können wir uns den Weg in die Stadt sparen, denn es ist Freitag und viele Muslime haben ihre Läden zu. Wenn das Besorgen des Notwendigen in Dakhla nicht funktioniert, können wir immer noch versuchen, Mauretanien-Reisende zu finden, die uns Teile aus D mitbringen.

Wir verabschieden uns von Monika und Klaus, sie müssen den Rückweg antreten, denn ihre Fähre nach Genua legt am 30.12. ab. Vielen Dank euch beiden für eure Unterstützung, sowohl mental als auch mit Beratung und nützlichen Kontakten! Der Kürbis ist bereits verkocht :-) Eine gute Heimreise!!!




2025_12

_18_DAKHLA PK 25 (1)

Nach drei Tagen am Strand müssen wir in die Stadt, um ein paar Dinge zu erledigen - Bäckerei, Wäscherei, Apotheke, Supermarkt, Souk. Am Weg zum Wasserauffüllen gibt es plötzlich hinter uns einen lauten Knall. Zuerst denken wir, dass wir vielleicht die Klotüre vergessen haben und diese gegen die Küche geknallt ist, aber in der Kabine ist alles gut. Beim Blick unter den Unimog sieht Gunther schnell: Der Zwischenrahmen - der Bauteil, der die Wohnkabine mit dem Unimog verbindet - ist an mehreren Stellen gebrochen und eingerissen. Was für ein Schock und was für eine Scheiße! In diesem Moment platzen alle unsere weiteren Reisepläne. Wir müssen den Unimog an einen Ort bringen, wo wir halbwegs in Ruhe stehen können, um alles weitere zu überlegen. Den nächsten CP können wir wegen der schlechten Straße nicht anfahren, die Kabine wankt und kracht extrem bei jeder Unebenheit und in jeder kleinsten Kurve. Also fahren wir im Schritttempo weiter zum PK 25, einem großen bei Kitesurfern bekannten Parkplatz. Wir nehmen sofort mit der Herstellerfirma unseres Unimogs Kontakt auf. Da wir uns nach 1,5 Jahren noch innerhalb der Gewährleistung befinden, ist jeder Schritt, den wir unternehmen abzusprechen.

Den Abend verbringen wir mit Toni und Nabu bei Monika und Klaus in der Kabine, sie berichten uns von ihren Erfahrungen der letzten Wochen in Mauretanien, wir essen und trinken zusammen - es tut gut abgelenkt zu werden und nicht alleine zu sein.




2025_12

_15_bis_18_DAKHLA

Wir erreichen die Halbinsel Dakhla, die durch den Kontrast von weißen Dünen und blauer Lagune fasziniert und beziehen ein traumhaftes Camp am Strand. Morgens kommt der Fischer mit dem Moped, am Ende des Tages landen zwei Wolfsbarsche in unserer Pfanne. Dazwischen wandern wir vorbei an hunderten Flamingos zur weißen Düne - einem beliebten Ausflugsspot, den Guides aus der Stadt Dakhla mit Touristen anfahren.
Am nächsten Tag vergrößert sich unsere Reisegruppe (D/A/CH) um die Nationen I/F: Roberto (wir haben uns in der Brussa getroffen) und Philippe sind ebenfalls auf dem Weg nach Mauretanien. Wir warten außerdem noch auf den gelben Unimog "Abuela" mit Monika & Klaus an Bord, die wir auf der Fähre kennengelert haben. Aber sie bekommen leider nicht mehr viel mit von unserem lustigen Abend in Robertos Truck, da sie sich auf dem Weg zu uns in der Sebkha (Küstenschlammfeld) festgefahren hatten und 2,5 Stunden mit der Hilfe von 4 Marokkanern ihr Fahrzeug bergen mussten.




2025_12

_14_bis_15_BOUJDOUR

Die N1 die Küste entlang ist wenig spektakulär. Man fährt hunderte Kilometer gerade aus, rechts das Meer, links die Steinwüste. Sehr schön ist aber unser Camp am Strand!




2025_12

_13_bis_14_MARSA

Nach einer stürmischen und regnerischen Nacht setzen wir den Weg fort und fahren mit kurzem Wäschestopp in Laayoune wieder an die Küste. Dort liegt ein fotogenes Schiffswrack im Meer, eine Strandpromenade wurde auch schon gebaut, aber sonst gibt es hier nichts.




2025_12

_12_bis_13_KHAOUI NAAM

Wir fahren durch eine wunderschöne Landschaft den Wadi Draa entlang bis zu seiner Mündung ins Meer. Anschließend geht es weiter am Atlantik nach Süden. Spontan entscheiden wir uns zu einem Abstecher an den Wasserfall Khaoui Naam, was wir nicht bereuen. Hier überschreiten wir die Grenze in die Westsahara.




2025_12

_11_bis_12_TAN-TAN

In Guelmim kaufen wir den halben Marjane auf, es ist (seit wir in Marokko sind) der erste große Supermarkt, den wir besuchen. Mit Käsevorrat für die nächsten Wochen geht es weiter zum Ksar Tafnidilt, wo wir uns nach 2 Wochen wieder mit Toni und Nabu treffen, damit es gemeinsam weiter in den Süden gehen kann.

Sorgen machen uns aber die Möbelverschiebungen in unserer Wohnkabine, wenn wir an die nun immer näher kommende Ausreise nach Mauretanien denken...




2025_12

_10_bis_11_FASK

Der bewölkte Tag ist ideal zum Fahren und wir legen eine 380km Asphalt-Etappe Richtung Küste zurück. Bei Ankunft in einem schönen Oued nahe der Straße nach Guelmim werden wir von einem Ziegenhirten begrüßt. Er fragt nach Schuhen, da seine schon fast zerfallen. So oft werden wir auf dieser Reise von Männern nach Schuhen gefragt - wenn wir das vorher gewusst hätten... Ich mache ihm einen Kaffee und gebe ihm ein paar Dirham und Lebensmittel mit, bei uns ist ohnehin morgen Großeinkauf angesagt.




2025_12

_09_bis_10_FOUM ZGUID

Nach dem rumpeligen Kriechmodus der letzten Tage ist die Fahrt durch den trockenen Iriki See das Highlight des Tages und unsere Tachonadel geht seit langem einmal wieder auf über 50km/h. Unglaublich, dass wir vor 10 Monaten hier einen See mit Wasser gesehen haben! Wir passieren die markanten Felsformationen des Jebel Mdaouer El Kibir durch eine verlassene Oase und fahren an einen uns schon bekannten Nachtplatz im Süden von Foum Zguid.

Auch auf der Beifahrerseite haben die Möbel angefangen sich zu bewegen. Die Herstellerfirma haben wir bereits kontaktiert, aber man kann sich nicht wirklich erklären, was der Grund für die verschobenen Möbel ist.




2025_12

_08_bis_09_ERG CHEGAGA

Im Gelände um den Erg Zaher kommen wir wegen des zerfurchten Untergrundes aus hartem Schwemmton nur langsam voran. Wir queren die Draa und fahren am südlichen Rand des Erg Chegaga entlang. Hier gibt es keine Camps oder Cafés. Ein schöner Nachtplatz findet sich an einem Ausläufer der hohen Dünen.

Was uns beunruhigt, ist die Tatsache, dass sich unsere Einbaumöbel verziehen. Fahrerseitig haben sich die Schränke nach hinten hin um 1 bis 2 cm parallel verschoben.




2025_12

_06_bis_08_ERG ZAHER

Als wir mittags von unserem Nachtplatz über vier, fünf kleine Dünenkämme losstarten, stehen plötzlich in 150 - 200 Metern Entfernung drei Strauße. Sie bleiben ganz ruhig stehen, als wir noch ein paar Meter in ihre Richtung gehen. Es sind riesige Tiere (Männchen können bis 280cm groß werden), mit denen man sich nicht anlegen möchte. Der Nordafrikanische Strauß (der größte Vogel der Welt) galt in Marokko seit 80 Jahren als ausgerottet und wird nun in nationalen Programmen wiederangesiedelt. 2023 wurden 16 Exemplare im Nationalpark Iriqui freigelassen, bald darauf gab es erste natürliche Bruterfolge in freier Wildbahn. Ein Lotto-Sechser, dass wir drei davon gesehen haben!! In M'Hamid kaufen wir Brot ein und dann geht es weiter auf einer Rumpel-die-Pumpel Piste zum Erg Zaher. Als wir zum Sundowner auf der Düne sitzen und weit und breit niemanden sehen, vergessen wir die mühsame Anfahrt aber sofort wieder. Am nächsten Tag wandern wir auf die "Löwendüne", die sich hoch über die anderen Dünen erhebt.




2025_12

_05_bis_06_ERG LIHOUDI

Wir treffen auf der Route nach M'Hamid Sandra & Frank mit ihrem Feuerwehrauto "ALLMO" (wir folgen uns schon eine Weile gegenseitig auf Instagramm) und verbringen eine supernetten Abend bei Vollmond am Krampus Lagerfeuer.




2025_12

_03_bis_04_TAGHBALTE
_04_bis_05_ZAGORA

Wir suchen uns eine Route über den gegenüberliegenden Bergrücken und fahren stundenlang durch Landschaften aus dunklem Fels. Die karg bewachsenen Täler sind weitgehend unbewohnt, die Menschen leben in den Oasen. Die schwarze Hamada reicht bis nach Zagora, wo wir dieses Mal am stadtnahen "Camping Sindibad' einchecken. Die Toureg-Händler haben hier alle Tricks auf Lager und ehe wir es abwehren können, sitzen wir schon beim Verkaufsgespräch. Essen im Restaurant ist auch mal wieder fein, Lebensmittel nehmen wir am Heimweg mit.




2025_12

_02_bis_03_FEZZOU

In Sidi Ali machen wir einen kleinen Einkauf und dann fahren wir weiter in ein Tal, das wir im März so fantastisch schön fanden, dass wir 9 Monate später genau an derselbe Stelle wieder unser Camp einrichten.




2025_11/12

_30_bis_01_OUED RHERIS
_01_bis_02_OASIS EL MHARECH

16 km nördl. von Ramlia liegt die 'Lost City of Ba Hallou'. Von hier durchqueren wir das Oued Rheris Richtung Westen und bleiben in der Mitte des breiten Flussbetts über Nacht.
Am nächsten Tag durchfahren das breite Oued über Sanddünen und Fech-Fech, später kommen wir wieder auf eine sichtbare Piste und am Ende kehren wir im Camp El Mharech ein, wo wir 300 Liter Wasser füllen können und am Abend eine leckere Tajine serviert bekommen.




2025_11

_28_bis_30_ERG OUZINA

Es geht weiter Richtung Süden. In Taouz machen wir einen kurzen Halt, um Petroglyphen (am Boden liegende prähistorische Felsritzungen) anzuschauen. Danach geht es auf schlechter Piste weiter. Parallel dazu führt die Asphaltstraße noch bis Ouzina, die 50km nach Merzouga endet. Spätestens ab hier findet man absolute Stille. In einem kleinen Dünenfeld vor Ramlia beziehen wir unser nächstes Camp. Bei jedem Spaziergang in der Wüste finden wir Spuren aus lange vergangenen Zeiten. Die versteinerten Eierschalen (vermutlich von Straußen) weisen darauf hin, dass die Sahara früher einer Savanne war, wie es auch auf den Petroglyphen verewigt wurde. Antilopen, Gazellen, Giraffen, Strauße, Krokodile. etc. bewohnten vor 5000 bis 8000 Jahren diese Gegend.




2025_11

_26_bis_27_ERG CHEBBI
_27_bis_28_KHAMLIA

Nach dem Ausflug zum Begaa Berg parkieren wir die Unimogs am Ende des Tages wieder in den Dünen des Erg Chebbi. Am nächsten Vormittag trifft Ines die in Merzouga lebende Eva aus Deutschland zum Kaffeeklatsch. Die Jungs spielen derweil in der großen Sandkiste mit den LKWs. Wir erledigen alle Einkäufe, tanken ein paar hundert Liter Diesel und stellen uns etwas südlich in ein kleines Dünenfeld für die Nacht.




2025_11

_25_bis_26_JEBEL BEGAA

Für eine Tour zum Begaa-Berg im Südosten von Merzouga verlassen wir die Dünen. Die Aussicht vom Gipfel und von unserem Nachtplatz am Fuße des Berges auf der Nordseite ist atemberaubend schön. Am nächsten Tag setzen wir die Runde entlang der algerischen Grenze fort. Als uns das Militär kontrolliert, fragt uns der Soldat was wir bei dieser Kälte (20 Grad) hier in der Wüste machen würden. Als wir sagen, dass zuhause Schnee liegt, lacht er verständnisvoll und winkt uns weiter.




2025_11

_23_bis_25_ERG CHEBBI

Wir verabschieben uns von Ahmed, kaufen in Erfoud Gemüse und fahren endlich in den Sand. Hier treffen wir Toni aus der Schweiz mit Hündin Nabu, mit ihnen werden wir in nächster Zeit immer mal wieder - vor allem dann in Mauretanien - gemeinsam unterwegs sein. Wir bleiben gleich noch einen Tag in den Dünen des Erg Chebbi stehen und genießen 23 Grad im Schatten, Lagerfeuergespräche abends - einfach fein!




2025_11

_22_bis_23_MESKI

Es geht vorbei an unzähligen Dattelplantagen, wo die bekannte Medjool Datteln produziert werden. Auf Ahmed's neuem Campingplatz nahe Meski waren wir schon im März. Da er uns damals so herzlich empfangen hat, legen wir wieder einen Zwischenstopp bei ihm ein. Wir essen köstlich zu Abend, danach macht er noch mit seiner Crew Musik für seine Gäste. Nach dem Frühstück füllen wir noch unseren Wassertank auf und setzen unseren Weg in die Wüste fort. Azwaw Riad & Camping - wärmste Empfehlung!




2025_11

_21_bis_22_BOUARFA

In der ca. 30.000 Einwohner zählenden Hauptstadt der Provinz Figuig mischen wir uns unters Volk. Vegetarisch Essen ist hier nicht üblich aber möglich: Baguette gefüllt mit Eierspeise, dazu Pommes mit höllisch scharfer Sauce. Der Hotelparkplatz, auf dem wir stehen, ist nicht schön aber mitten in der Stadt. Das Hotel hat schon bessere Zeiten gesehen. Da wir uns immer noch auf 1200m befinden, ist es uns nach einigen Tagen in dieser Region zu kalt und wir beschließen einen Schauplatzwechsel zu machen. Auf einer pfeilgeraden gut ausgebauten Straße düsen wir am nächsten Tag 250km weiter südwestlich.



2025_11

_17_bis_21_TALSINT - AIT ABDELLI - ANOUAL - RICHTUNG BOUARFA

Der Wind weht uns weiter ostwärts in die Provinz Oriental. Nach einem kleinen Einkauf in Talsint fahren wir die Piste in einem kilometerbreiten Oued entlang. Auf der Suche nach einem mind. 2-Nacht-Platz werden wir hier fündig und bleiben einen weiteren Tag stehen, um Wäsche zu waschen. 2 Tage kommt hier niemand vorbei außer ein Hase. Wir setzen unseren Weg auf der Hochebene fort. Die Weite und Kargheit dieser Landschaft finden wir genauso fantastisch wie den Nachtplatz an einer Felswand. Es leben sehr wenige Menschen unter extrem harten Bedingungen hier. Über einen schlechten Weg und steiniges Gelände geht es auf eine kleine Anhöhe mit Blick auf die unendlichen Weiten der Hamada. Wir bekommen Besuch von zwei jungen Berbern auf dem Docker. Respekt - mit diesem Moped kommen die Marokkaner einfach überall hin.




2025_11

_15_bis_16_MILDELT

Die Nacht verbringen wir auf einer kleinen Passhöhe südöstlich der Stadt. Hier sieht man auf Google Zelte stehen - wahrscheinlich werden hier während der Saison Souveniers verkauft. Im Moment ist das Plateau verlassen - ideal für uns.

_16_bis_17_ALMANE

Wir tingeln Richtung Osten durch Täler und Dörfer des Atlas. Zweimal erweist sich eine Piste als Sackgasse bzw. Zufahrt zu Berbergehöften, Versuch 3 führt uns zu einem idealen Nachtplatz in einem Oued.




2025_11

_13_bis_15_ZAIDA "CIRQUE DE JAAFAR"

Einige km südlich von Zaida stellen wir uns in das Oued Jaafar, von wo aus wir in unsere erste Offroad Strecke einsteigen wollen. Die Wände der Schlucht schützen uns vor dem Sturm, der uns bis spät in die Nacht durchschüttelt. Zwei Locals meinen, dass wir die Schlucht mit unserem Gefährt nicht fahren können. Das wollen wir uns selbst anschauen und wir machen eine Wanderung im "Cirque de Jaafar". Ergebnis: Des probierma!
Am nächsten Tag fahren wir die Piste durch die Schlucht. Während die erste Hälfte gar keine Herausforderung ist, steigt im 2. Abschnitt der Adrenalinspiegel. Große Felsen und enge Durchfahrten verlangen nach einer Einweisung per Funk. Eine sehr gute Piste führt weiter in das sympatische Midelt, wo wir tanken undeine Kaffeepause machen. Die Nacht verbringen wir irgendwo im Nirgendwo auf einer kleinen Passhöhe südöstlich von Midelt.




2025_11

_11_bis_13_AZROU

Erholt von der Kreuzfahrt fahren wir durch bis in den Mittleren Atlas auf 1700m. Da wir das Gebiet des Parc National d'Ifrane schon kennen, entscheiden wir uns für eine Anfahrt im Dunkeln, was wir normalerweise zu vermeiden versuchen (und in Zukunft auch wieder einhalten werden!). Am nächsten Morgen tauchen die ersten Berberaffen auf und wir machen eine Wanderung im Zedernwald. Am Nachmittag gesellt sich die Unimog-Runde dazu, die wir auf der Fähre kennengelernt haben. Wir verbringen einen gemütlichen Abend am Lagerfeuer, bevor sich am nächsten Morgen unsere Wege trennen. Annette & Alex wollen in einem halben Jahr bis nach Namibia und Monika & Klaus haben nur bis Jahresende Zeit und wollen in einer Woche in Mauretanien einreisen. Es hat uns sehr gefreut, euch kennenzulernen. Wir wünschen euch eine gute und sichere Reise!!!




2025_11

_08_bis_11_GENUA - BARCELONA - TANGER MED

Samstag Mittag checken wir auf der GNV "Excellent" ein. Vielleicht war das Fährschiff vor 35 Jahren exzellent, heute ist es rundherum schmuddelig und es wäre schon längst eine Renovierung fällig. Warum fahren trotzdem alle mit der GNV? Weil es die einzige Möglichkeit ist. 🤷🏻‍♀ Trotzdem gibt es sogar hier Highlights: Wir essen im Bordrestaurant zweimal sehr gut, die Besatzung ist durch die Bank freundlich und hilfsbereit, der marokkanische Barmann ein toller Sänger und unsere Gesellschaft - Annette & Alex und Monika & Klaus, auch Unimog Reisende aus Bayern - richtig nett.
In der ersten Nacht auf der Fähre schlafen wir schlecht, da es wegen des hohen Seegangs ab 3 Uhr rundherum knarzt und kracht. Zu Sonnenaufgang beruhigt sich das Meer und wir laufen Sonntag Mittag bei schönstem Wetter in Barcelona ein. Die zweite Nacht auf See ist ruhig. Mit etwas Geduld können wir an Board die marokkanischen Einreiseformalitäten abwickeln. Dafür läuft bei Ankunft in Tanger Med alles wie geschmiert und wir verbringen am Parkplatz dort mit vielen anderen Reisemobilen eine gute Nacht.




2025_11

_07_bis_08_TORTONA
_06_bis_07_DESENZANO DEL GARDA


Es geht weiter westwärts an den Gardasee - Cappuccino, Vino & Pizza, kleiner Einkauf und eine nette Begegnung mit einem Anrainer des Parkplatzes, wo wir die Nacht verbringen. Die letzte Nacht vor der Überfahrt mit der Fähre verbringen wir eine gute Autostunde vor Genua in der touristenlosen Kleinstadt Tortona.




2025_11

_04_bis_06_BRUSSA

Wir machen eine Wanderung auf den Monte Ragogna und einen Pizza Zwischenstopp in San Giorgio und fahren weiter in die Brussa, jenem wildromantischen Naturschutzgebiet, das zwischen Bibione und Caorle liegt. Wir lieben diese konsumlose Freiheitszone mit schlechtem Handyempfang! Stellplatztipp: Parcheggio di Valle Vecchia (im Winter kostenlos, Müllentsorgung vorhanden) mit rudimentärem Service im Sommer (Gelsenschutz empfohlen). Nach einem ausgiebigen Spaziergang am Strand besucht uns spontan zum Nachmittagskaffee Roberto, ein italienischer Offroad-Truck-Fahrer, der auch im Jänner nach Mauretanien reisen wird. Mit ihm können wir uns gut vorstellen die eine oder andere Tour zu machen.




2025_11

_02_bis_04_TAGLIAMENTO

Vor dem Wintereinbruch in den Alpen über alle Berge sein - das erklärte Ziel. Gerade noch rechtzeitig fahren wir anstatt über den gesperrten Plöckenpass über die nur am Wochenende geöffnete Nassfeld Passstraße ins Friaul. Endlich wieder einmal Tagliamento!! Viiieeel zu lange waren wir nicht mehr hier, darum ist das der beste erste Stellplatz für diese Reise. 😍
Am Samstag geht's von Genua nach Tanger Med, danach quer durch Marokko in die Sahara, weiter nach Mauretanien und den Senegal. Im Vergleich zum Vorjahr steht wesentlich mehr Sand auf dem Plan und spätestens ab dem südlichen Marokko werden wir mit zwei anderen LKWs unterwegs sein. Da somit gegenseitiges Bergen möglich ist, werden wir und das Material auf dieser Tour bestimmt mehr gefordert sein als bisher.
Wenn ihr uns wieder (oder auch erstmals) auf diesem Abenteuer begleitet, freuen wir uns!